Spieltherapie
"Spielen ist die Sprache des Kindes und das Spielzeug seine Worte" Garry Landreth
Ausdruck finden, wo Worte noch fehlen
Kinder erleben ihre Welt intensiv. Gefühle wie Angst, Wut, Scham oder Traurigkeit sind oft überwältigend – und gleichzeitig fehlen manchmal die Worte, um sie auszudrücken. Im Spiel jedoch zeigen Kinder, was sie bewegt.
Aus tiefenpsychologischer Sicht ist das Spiel mehr als Beschäftigung:
Es ist die Sprache des Kindes.
Im freien und angeleiteten Spiel werden innere Konflikte, Beziehungserfahrungen und unbewusste Themen sichtbar. Figuren, Geschichten, Bilder oder Rollenspiele geben dem inneren Erleben eine Form. Das Kind darf ausprobieren, wiederholen, verändern – und so Schritt für Schritt verstehen, was in ihm wirkt.
Mit meiner langjährigen Erfahrung in der stationären und ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie weiß ich, wie wichtig ein sicherer Rahmen ist. Spieltherapie bedeutet nicht, „einfach zu spielen“, sondern feinfühlig zu beobachten, zu verstehen und das Erlebte behutsam in Worte zu fassen.
Ich begleite Kinder dabei,
• Gefühle zu erkennen und zu regulieren
• belastende Erfahrungen zu verarbeiten
• Selbstvertrauen zu entwickeln
• neue Beziehungserfahrungen zu machen
Dabei verbinde ich tiefenpsychologisches Verstehen mit kreativen und gestalttherapeutischen Elementen. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine eigene Art mit, sich auszudrücken.
Spieltherapie heißt für mich:
dem Kind auf Augenhöhe begegnen – neugierig, respektvoll und mit echtem Interesse an seiner inneren Welt.
Informationen für Eltern – Was bedeutet Spieltherapie konkret für mein Kind?
Vielleicht fragen Sie sich, was in der Spieltherapie eigentlich „passiert“.
Ihr Kind kommt zum Spielen – und doch geht es um so viel mehr.
Im Spiel drückt Ihr Kind aus, was es beschäftigt: Erlebnisse, Konflikte, Ängste, Wünsche oder auch Fragen an sich selbst und an die Welt. Anders als Erwachsene verarbeiten Kinder ihre Erfahrungen nicht in erster Linie im Gespräch, sondern im Tun, im Ausprobieren, im Wiederholen.
Als tiefenpsychologisch arbeitende Therapeutin achte ich darauf, welche Themen sich im Spiel zeigen, welche Beziehungserfahrungen Ihr Kind mitbringt und welche inneren Konflikte vielleicht mitschwingen. Manches wird sichtbar, manches bleibt zunächst zwischen den Zeilen – beides darf sein.
Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist der regelmäßige Austausch mit Ihnen als Eltern. Sie erhalten Raum für Ihre Fragen, Unsicherheiten und Beobachtungen. Gemeinsam schauen wir darauf:
• Was braucht Ihr Kind im Moment?
• Welche Dynamiken zeigen sich vielleicht auch im familiären Alltag?
• Wie können Sie Ihr Kind unterstützend begleiten?
Dabei geht es nicht um Schuld oder „Fehler“, sondern um Verstehen. Kinder sind immer Teil eines Beziehungssystems – und Veränderung wird besonders nachhaltig, wenn Eltern mit einbezogen werden.
Transparenz ist mir wichtig: Sie wissen, wie der therapeutische Rahmen gestaltet ist, welche Ziele wir verfolgen und wie wir Fortschritte gemeinsam einschätzen. Gleichzeitig hat Ihr Kind einen geschützten Raum, in dem es frei spielen und sich zeigen darf.
Denn Entwicklung braucht Sicherheit.
Und Sicherheit entsteht durch Beziehung.




