Lina Berlage

Lina Berlage (sie / ihr)

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VT)

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Über mich

Kinder und Jugendliche erleben manchmal Situationen, die sie überfordern und für die sie noch keine passenden Worte oder Lösungen gefunden haben. In solchen Momenten kann es hilfreich sein, jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, Orientierung gibt und dabei unterstützt, neue Wege zu entdecken.

Als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin begleite ich junge Menschen und ihre Familien bei der Bewältigung emotionaler Belastungen, psychischer Erkrankungen und schwieriger Lebenssituationen. Dabei ist es mir wichtig, die individuellen Stärken und Ressourcen jedes Kindes und Jugendlichen in den Blick zu nehmen. Therapie verstehe ich als gemeinsamen Prozess, der Sicherheit, Vertrauen und Entwicklung ermöglichen soll.

Qualifikation und Erfahrung

• Approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Verhaltenstherapie)

• Psychologiestudium mit Schwerpunkt Entwicklungspsychologie an der Universität Utrecht (Niederlande)

• Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin am dgvt Ausbildungsinstitut Bodensee

• Zertifizierte Traumatherapeutin (DeGPT) mit Schwerpunkt Psychotraumatherapie für Kinder und Jugendliche

• Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des EvKB Bielefeld sowie in der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Paderborn

Persönliches

Ich lebe mit meiner Familie in Paderborn und bin Mutter von zwei Töchtern. Die Erfahrungen aus dem Familienalltag bereichern meine therapeutische Arbeit und helfen mir, die vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen besser nachzuvollziehen.

Eine besondere Begleiterin in meiner therapeutischen Arbeit ist meine Hündin Nala. Seit vielen Jahren unterstützt sie Kinder und Jugendliche dabei, Vertrauen aufzubauen, zur Ruhe zu kommen oder schwierige Situationen leichter zu bewältigen. Oft schafft sie einen Zugang, für den Worte allein manchmal nicht ausreichen.

Traumatherapie

Sicherheit finden, Erlebtes verarbeiten, innere Stärke aufbauen

Man kann sich das Gehirn wie eine große Bibliothek vorstellen. Neue Erfahrungen werden sortiert, verstanden und an der richtigen Stelle eingeordnet. So lernen wir aus Erlebnissen und können sie als Teil unserer Lebensgeschichte abspeichern.

Wenn ein Erlebnis jedoch sehr belastend oder überwältigend ist, kann dieser Verarbeitungsprozess gestört werden. Die Erinnerung wird dann nicht vollständig verarbeitet und bleibt gewissermaßen „stecken“. Gefühle, Körperempfindungen, Gedanken und Bilder aus der damaligen Situation können dadurch immer wieder auftauchen. 

In der Therapie steht zunächst das Schaffen von Sicherheit im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und zu regulieren. Sie entwickeln Strategien, um mit starken Emotionen und innerer Unruhe umzugehen. Wenn ausreichend Stabilität vorhanden ist, beginnt die behutsame Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse. 

Ich arbeite dabei immer individuell und ressourcenorientiert. Stärken, Fähigkeiten und hilfreiche Erfahrungen werden bewusst in den therapeutischen Prozess eingebunden. So entsteht Raum für neue Perspektiven, Selbstwirksamkeit und das Vertrauen in die eigene innere Kraft.

EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und ist eine wissenschaftlich gut untersuchte Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen.

Ziel ist es, dem Gehirn dabei zu helfen, jene feststeckenden Erinnerungen zu verarbeiten und neu einzuordnen.

In einem geschützten, klar strukturierten Rahmen werden die belastenden Erlebnisse bearbeitet. Durch bilaterale Stimulation (z.B. Augenbewegungen) wird das Gehirn dabei unterstützt, Erinnerungen neu zu verarbeiten, mit hilfreichen, stärkenden Gedanken zu koppeln und negative Glaubenssätze zu überschreiben.

Die Erinnerung wird dadurch nicht gelöscht. EMDR hilft stattdessen dabei, belastende Erfahrungen als Teil der eigenen Geschichte zu akzeptieren, ohne dass sie weiterhin so viel Stress und Leid verursachen.

So entsteht ein Raum, in dem junge Menschen lernen dürfen:

Das Erlebte gehört zu meiner Geschichte - aber es bestimmt nicht meine Zukunft.

Schematherapie

Gefühle verstehen, innere Muster erkennen, neue Wege entwickeln.

Manchmal reagieren oder denken wir in bestimmten Situationen immer wieder auf die gleiche Weise - obwohl wir es eigentlich anders machen möchten. Die Schematherapie hilft dabei, solche Muster besser zu verstehen und zu verändern.

Sie geht davon aus, dass jeder Mensch grundlegende emotionale Bedürfnisse hat. Dazu gehören insbesondere das Bedürfnis nach Sicherheit und Bindung, nach Autonomie und Selbstständigkeit, nach Anerkennung und Wertschätzung, nach dem freien Ausdruck von Gefühlen und Bedürfnissen sowie nach Spiel, Freude und Spontaneität.

Werden diese Bedürfnisse in der Kindheit und Jugend ausreichend erfüllt, können sich ein stabiles Selbstwertgefühl, Vertrauen in andere Menschen und ein gesunder Umgang mit Gefühlen entwickeln. Werden sie jedoch wiederholt verletzt oder nicht ausreichend erfüllt, können belastende Muster entstehen. Diese sogenannten Schemata beeinflussen oft unbewusst, wie wir über uns selbst, andere Menschen und die Welt denken.

In der Schematherapie werden diese Zusammenhänge gemeinsam verstanden und bearbeitet. Dabei betrachten wir auch verschiedene innere Zustände oder Modi, die sich in unterschiedlichen Situationen zeigen können - beispielsweise ein verletzter, ängstlicher, wütender oder selbstkritischer Anteil.

Ziel der Therapie ist es, emotionale Grundbedürfnisse besser wahrzunehmen, alte belastende Muster zu verändern und neue, hilfreiche Erfahrungen zu ermöglichen. So können Selbstvertrauen, emotionale Stabilität und ein fürsorglicher Umgang mit sich selbst und anderen gestärkt werden.

Kombinierte Einzel- und Gruppentherapie

Das Beste aus zwei Welten

Manche Themen lassen sich besonders gut im Einzelgespräch bearbeiten, während andere Erfahrungen vor allem im Kontakt mit Gleichaltrigen entstehen und verändert werden können. Die Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie verbindet die Vorteile beider Behandlungsformen. 

In den Einzelstunden steht die persönliche Situation im Mittelpunkt. Hier können individuelle Belastungen, Sorgen und Ziele in einem geschützten Rahmen besprochen und bearbeitet werden. Das therapeutische Tempo wird dabei an die jeweiligen Bedürfnisse und das persönliche Tempo angepasst.

Die Gruppentherapie bietet zusätzlich die Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu bekommen, die ähnliche Herausforderungen erleben. Viele Jugendliche erfahren dabei, dass sie mit ihren Gedanken, Gefühlen und Problemen nicht allein sind. Die Gruppe kann Verständnis, Unterstützung und neue Perspektiven vermitteln. Gleichzeitig bietet die Gruppe einen geschützten Raum, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, soziale Fähigkeiten zu stärken und positive Beziehungserfahrungen zu sammeln. Erfahrungen aus dem Alltag können gemeinsam reflektiert und hilfreiche Strategien entwickelt werden.

Die kombinierte Einzel- und Gruppentherapie ermöglicht es, persönliche Themen individuell zu bearbeiten und gleichzeitig von den Erfahrungen und Ressourcen der Gruppe zu profitieren. So können Veränderungen nicht nur verstanden, sondern auch direkt im zwischenmenschlichen Kontakt erlebt und gefestigt werden.

Mein Gruppenangebot

Checker-Club

Schematherapeutische Gruppe für Kinder der Klassen 2 bis 5.

Der Checker Club unterstützt Kinder dabei, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Verhaltensmuster spielerisch und kreativ zu entdecken. Mithilfe von Methoden aus der Schematherapie lernen sie ihre inneren Anteile kennen und entwickeln hilfreiche Strategien für schwierige Situationen. Die Gruppe stärkt Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und emotionale Selbstregulation.

START-Kids

DBT-orientierte Gruppe zur Stressresilienz und Emotionsregulation für Kinder von 6-12 Jahren

START-Kids vermittelt Kindern altersentsprechend und spielerisch Strategien zur Stressregulation, Gefühlswahrnehmung und Emotionsregulation sowie zum Aufbau sozialer Kompetenzen. Elemente aus evidenzbasierten Therapieverfahren wie der DBT und Verfahren zur Behandlung von Traumafolgen und Stressverarbeitung (TF-CBT, EMDR) kommen zum Einsatz. 

Next Level

Schematherapeutische Gruppe für Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren

In dieser Gruppe setzen sich Jugendliche mit typischen Herausforderungen ihres Alters auseinander und lernen, eigene Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster besser zu verstehen. Auf Grundlage der Schematherapie werden persönliche Stärken gefördert und neue Bewältigungsstrategien entwickelt. Der Austausch mit Gleichaltrigen unterstützt dabei, Selbstwert und soziale Sicherheit zu stärken. 

Kurswechsel

Lösungsorientierte Gruppe für Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren

Die Gruppentherapie für Jugendliche bietet einen geschützten Rahmen, um eigene Themen, Herausforderungen und Ziele einzubringen. Durch gezielte Befragung und Beratung werden individuelle Lösungswege entwickelt, während die Erfahrungen und Perspektiven der Gruppe unterstützend genutzt werden. Die Therapie ist zieloffen und orientiert sich an den persönlichen Anliegen und Ressourcen der Teilnehmenden.

Das Seefahrercamp

Gruppentherapie für Kinder von 6 bis 10 Jahren mit einer Traumafolgestörung

Im Seefahrercamp begeben sich Kinder auf eine symbolische Reise, um die Folgen belastender oder traumatischer Erfahrungen besser zu verstehen und zu bewältigen. Spielerisch lernen sie, Gefühle wahrzunehmen, Sicherheit zu entwickeln und eigene Stärken zu entdecken. Die maritime Geschichte schafft einen altersgerechten und ressourcenorientierten Zugang zu schwierigen Themen.

Ankerplatz

Psychoedukative Gruppe für Jugendliche mit einer Traumafolgestörung

Die Gruppe vermittelt Wissen über die Auswirkungen von Belastungs- und Traumaerfahrungen auf Gefühle, Gedanken und Verhalten. Die Jugendlichen lernen Fertigkeiten zur Emotionsregulation, Stressbewältigung und Selbstfürsorge kennen und wenden diese im Alltag an. Ziel ist die Förderung von Stabilität, Selbstwirksamkeit und einem verständnisvollen Umgang mit sich selbst.

Wegbegleiter

Begleitendes themenspezifisches Elternangebot

Die begleitenden Elterngruppen vermitteln Wissen über psychische Belastungen, Entwicklungsprozesse und therapeutische Ansätze der Kinder und Jugendlichen. Eltern erhalten Anregungen für einen unterstützenden Umgang im Familienalltag und können Erfahrungen mit anderen Familien austauschen. Ziel ist die Stärkung elterlicher Handlungssicherheit und der familiären Ressourcen.

Kontakt

Telefon: +49 160 98492792

E-mail: lina.berlage@kjp-zwischenraum.de

Bitte nutzen Sie das Kontaktformular für Therapieanfragen. Ich werde mich zeitnah bei Ihnen zurückmelden.

Hinweis:

Ich führe eine reine Privatpraxis. 

In begründeten Einzelfällen kann die Übernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens geprüft und beantragt werden. Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse kann jedoch nicht garantiert werden.

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